Outlook Business Contact Manager Datenbank auf Windows Server 2008 x64
Wie im Blog schon berichtet, ich hatte kleine Schwierigkeiten die Verbindung zu einer Remotedatenbank im Outlook Business Contact Manager einzurichten. Das Problem war nicht dort zu suchen wo man es zuerst vermuten würde. Es ist ein Netzwerkproblem verursacht durch IPv6
Die Problemstellung noch einmal
Im Netzwerk wird eine Windows Server 2008 x64 installiert. Auf diesem befindet sich ein SQL-Server Express x64. Mit dem Business Contact Manager Server Wizard wird eine Datenbank für den BCM und die dazugehörigen Freigaben eingerichtet. Man geht hoffnungsvoll zum Client, Windows 7 x86 mit Office 2010, und siehe da er findet die Datenbank nicht. Bingo!
Was niemand erwähnen würde, aber in diesem Fall von entscheidender Rolle ist, der DHCP-Server ist auf dem Router im Netzwerk eingerichtet (nicht ungewöhnlich). Dieser DHCP-Server vergibt ohne klagen IPv4 an die Clients. Unser Server hat eine statische Ipv4-Adresse zugewiesen bekommen. Über Telnet und ODBC funktioniert also eine Verbindung zur Datenbank ohne murren. Warum verbindet sich dann nicht Outlook mit dem SQL-Server?
Auf dem Client und dem Server sind jeweils auch das IPv6-Protokoll aktiv. Beide Netzwerkkarten haben, da ja der DHCP-Server nur IPv4 kann, eine Ipv6-Apipa-Adresse. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer.
Lösung des Problems
Nun könnte man auf dem Server einen DHCP-Server einrichten, was aber aus taktischen Gründen nicht in Frage kam, oder der Ursache auf den Grund gehen. Letztes war auch die einzige Möglichkeit, die mir übrig blieb. Hilfe kam von der Microsoft Office Webseite, wo in der Hilfe beschrieben ist, dass für die MSSMLBIZ Server Instanz die TCP/IP und Named-Pipes-Protokolle aktiv sein müssen. Das ist aber für den vorliegenden Fall nur die halbe Miete, da diese Protokolle nach der Installation standardmäßig aktiv sind und eine Verbindung trotzdem nicht möglich ist. Also habe ich mir die Eigenschaften des TCP/IP-Protokoll näher angesehen. Hier sind mehrere IP-Adressen vermerkt, sowohl IPv4-Adressen als auch Ipv6-Adressen. Und genau letztere dürfen nicht aktiv sein.
Für Dummies
(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)
Start-Programme-Microsoft SQL Server 2008 R2-SQL Server-Konfigurations-Manager öffnen
Auf der linken Seite SQL Server-Netzwerkkonfiguration aufklappen und Protokolle für MSSMLBIZ anklicken. Auf der rechten Seite erscheinen dann die ganzen Protokolle. {limage}protokolle_fuer_mssmlbiz.jpg{/limage}
Mit der rechten Maustaste auf TCP/IP klicken und den Karteireiter IP-Adressen auswählen.
Alle IP-Adressen mit Ipv6 auf Aktiviert Nein ändern. Mit Übernehmen die Änderungen speichern und auf Ok klicken.
Das war es - alle Fenster schließen zum Client gehen und die Verbindung zur Remotedatenbank einrichten.
Hinweis. Am Server sollte die Firewall richtig konfiguriert sein und die SQL-Server-Instanz „MSSMLBIZ“ muss zwingend vorhanden sein.




