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NAS im Eigenbau Teil 3

Was bisher passierte

Nachdem ich grob festgelegt habe, was der Windows Home Server alles können muss, habe ich mich frisch ans Werk gemacht und die einzelnen Bauteile besorgt, diese zusammengebaut und das Betriebssystem installiert. Ich habe also ein jungfräuliches System. Nur in diesem Zustand ist der Windows Home Server noch nicht wirklich einsatzfähig.

Windows Home Connector

Microsoft hat sich wieder etwas Eigenes ausgedacht, um den Zugriff auf den Home Server herzustellen. Frei nach dem Motto, was nicht installiert werden muss, taugt auch nichts, muss ich auf meinem Notebook erst einmal den Home Server Connector installieren. Ein Zugriff über Web-Interface wäre für mich zwar schöner – aber Microsoft hat hier wohl kein Erbarmen mit mir. Nach der Installation hat man einen Eintrag im Startmenü und in der Taskleiste ein hoffentlich kleines grünes Icon.

Es gibt sicherlich auch Wege die Installation des Windows Home Server Connectors zu umgehen. Allerdings rate ich dringend davor ab. Es wird zwar keine Domäne eingerichtet, wie beim großen Bruder, dem Windows Small Business Server, der Computer wird aber trotzdem dem Windows Home Server zugeordnet. Somit wird die völlig automatische Sicherung des Computers auf den Home Server möglich. Mehr dazu später.

Nach der Installation können Bildschirm, Maus und Tastatur entfernt werden. Ein kurzer Test, ob der Home Server auch ohne Peripherie startet – ansonsten muss man nochmals ins BIOS und die Alarmfunktion richtig einstellen – keine Systemmeldung bei Fehlern! Ist der Test erfolgreich, meldet sich das Taskleistensymbol in der gewohnten grünen Farbe! Ob der Home Server erreichbar ist, zeigt mir also das kleine grüne Taskleistensymbol an. Leuchtet es grau, ist der Home Server nicht verfügbar.

Die erste Verbindung

Für die erste Verbindung starte ich die Windows Home Server Konsole.

WHS-2010-05-22-004

An dieser Stelle ein Hinweis zu den Passwörtern. Mein Home Server soll über das Internet erreichbar sein. Um Unbefugten den Zugriff wirkungsvoll zu verweigern, müssen starke Passwörter her. Damit ist nicht „Schatzi123“ oder „HomeServer345“ gemeint. Hier sollte man einen Passwortgenerator verwenden und Passwörter von mindestens 8 Zeichen Länge, Groß- und Kleinschreibung, sowie Zahlen und Sonderzeichen verwenden. Einen geeigneten Passwortgenerator finden Sie auf meiner Homepage hier: Passwortgenerator

Die Windows Home Server Konsole ist sehr übersichtlich gestaltet.

WHS-2010-05-22-005

  • Computer und Sicherung – Hier sieht man alle Computer, die mit dem Home Server verbunden sind. Dazu kann man sich die Sicherung anzeigen lassen oder manuell die Sicherung ausführen. Super ist hier die Möglichkeit, sich einzelne Sicherungen anzeigen zu lassen, um eventuell gelöschte, aber gesicherte Dateien, wiederherzustellen. Computer, die nicht mehr zum Netzwerk gehören, können hier entfernt werden.
  • Benutzerkonten – Hier werden die Benutzerkonten, nebst Passwörtern und Eigenschaften verwaltet. Dazu gehört auch, welcher Benutzer auf welche Freigaben mit welchen Rechten zugreifen darf.
  • Freigegebener Ordner – Neben einigen öffentlichen Ordnern wird hier für jeden Benutzer ein eigener Ordner angelegt, der zum Speichern der persönlichen Daten vorgesehen ist. Es ist auch möglich einigen Benutzern nur Lesezugriff auf bestimmte öffentliche Ordner im Netzwerk zu vergeben.
  • Serverspeicher – Neben der Anzeige wie viel Speichervolumen noch vorhanden ist und wie viel davon wie belegt ist, können hier neue Festplatten hinzugefügt oder auch vorhandene Entfernt werden.
  • Netzwerk – Hier wird dem Administrator des Homeservers im Ampelverfahren mitgeteilt, ob sein Netzwerk in Ordnung ist (grün), oder ob Probleme vorhanden sind (orange). Für meinen Geschmack werden einige Warnhinweise übertrieben ausgegeben. So ist mein Netzwerk noch lange nicht gefährdet, wenn eine Datensicherung mal fehlgeschlagen ist. Solche übertriebenen Warnhinweise lassen sich aber mit einem Hacken unterdrücken.
  • Einstellungen – Hier werden die Grundeinstellungen für den Homeserver, wie das einrichten eines dynamischen DNS Accounts vorgenommen oder wann die Datensicherung zu erfolgen hat. Hier können auch die Einstellungen für die Passwortrichtlinie vorgenommen werden und das Administratorpasswort geändert werden. Add-Ins lassen sich hier auch einfach und schnell installieren.

Bevor ich mich aber ans Werk mache und die fehlenden Programme installiere, sowie die Verbindung zum Internet herstelle, damit ich auch von Unterwegs auf meinen Home Server zugreifen kann, muss ich etwas für die Sicherheit machen. Was hier zu tun ist, erfahren Sie in Teil 4.

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Aktualisiert (Montag, den 19. Juli 2010 um 19:39 Uhr)

 
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